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Schutzgerüst, Fanggerüst, Dachfanggerüst.

Arbeitsgerüst, Schutzgerüst, Fanggerüst, Dachfanggerüst: Was die Begriffe bedeuten, wann Sie welches brauchen und woran Sie am Bau erkennen, was dort steht.

· Gerüstbau Acht, Daxweiler

Fanggerüst an der Traufe eines Schieferdachs, die Fangebene ragt nach außen und ist mit Netz ausgefacht

Am Telefon werden diese vier Begriffe fast täglich vertauscht. Das ist verständlich — von unten sehen die Gerüste ähnlich aus. Für die Frage, ob Ihr Dachdecker morgen anfangen darf, ist der Unterschied aber entscheidend.

Die vier Begriffe in einer Tabelle

ArtWofür es da istWoran man es erkennt
ArbeitsgerüstStandfläche zum Arbeiten an der FassadeBeläge, Geländerholm, Zwischenholm, Bordbrett auf jeder genutzten Lage
SchutzgerüstSchutz von Personen und Sachen — OberbegriffKein eigenes Aussehen; Fang- und Dachfanggerüst sind Unterarten
FanggerüstFängt eine abstürzende Person an der Fassade aufBelaglage dicht unter der Absturzkante, oft mit erhöhtem Seitenschutz
DachfanggerüstFängt eine Person, die vom geneigten Dach rutschtZusätzliche Schutzwand an der Traufe, nach außen geneigt, mit Netz oder Gitter ausgefacht

Arbeitsgerüst: die Standfläche

Das Arbeitsgerüst ist das, was die meisten meinen, wenn sie „Gerüst“ sagen. Es trägt Menschen und Material auf einer Höhe, auf der man arbeiten kann. Es hat auf jeder genutzten Lage einen durchgehenden Belag, einen Geländerholm in etwa einem Meter Höhe, einen Zwischenholm auf halber Höhe und ein Bordbrett an der Kante, damit kein Werkzeug herunterfällt.

Ein Arbeitsgerüst schützt den, der darauf steht. Es schützt nicht den, der von oben darauf fällt.

Fanggerüst: die Auffanglage

Ein Fanggerüst wird gebaut, um einen Sturz aufzufangen. Dafür liegt die oberste Belagfläche nicht dort, wo man arbeitet, sondern dicht unter der Kante, über die jemand stürzen könnte — als Regel höchstens zwei Meter darunter. Der Seitenschutz ist höher ausgeführt.

Typischer Fall: Arbeiten an einer Attika oder an einem Flachdachrand.

Dachfanggerüst: der Fall Schrägdach

Beim geneigten Dach reicht ein Fanggerüst an der Traufe nicht, weil jemand nicht senkrecht fällt, sondern über die Ziegel abrutscht und mit Schwung über die Traufe geht. Deshalb bekommt das Dachfanggerüst eine zusätzliche Schutzwand: ein nach außen geneigtes Element, das über die Traufe hinausragt und mit Netz oder Gitter ausgefacht ist.

Das ist das Bauteil, an dem man ein Dachfanggerüst von unten sofort erkennt. Und es ist der Grund, warum ein „normales“ Fassadengerüst nicht genügt, wenn aufs Dach gegangen wird.

Wann Sie was brauchen

  • Fassade streichen, Putz, Dämmung: Arbeitsgerüst.
  • Dach neu decken, Dachfenster einbauen, Gauben: Arbeitsgerüst plus Dachfanggerüst an der Traufe.
  • Arbeiten am Flachdachrand oder an der Attika: Fanggerüst.
  • Nur Regenrinne reinigen: Kommt auf Höhe und Dauer an — fragen Sie nach, statt die Leiter zu holen.

Wichtig: Ob der Schutz nötig ist, entscheidet nicht der Bauherr und nicht der Gerüstbauer, sondern die Gefährdung. Für die Arbeiten seines Betriebs ist der ausführende Handwerker verantwortlich — der Dachdecker also für seinen Absturzschutz. Er sagt uns, was er braucht; wir bauen es und geben es frei.

Woran Sie erkennen, dass das Gerüst in Ordnung ist

An der Gerüstkennzeichnung. Auf dem Schild am Aufstieg steht, wer das Gerüst gebaut hat, um welche Art es sich handelt, für welche Lastklasse es zugelassen ist und wann es geprüft wurde. Fehlt das Schild, fehlt die Freigabe. Dann wird nicht gearbeitet.

Sagen Sie uns, was eingerüstet werden soll.

  • Was Ihr Gerüst kostet
  • Wann wir aufbauen können
  • Wie lange es stehen bleibt
  • Was die Verlängerung kostet