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Anrufen Gerüst anfragen

Kirchturm einrüsten.

Warum ein Kirchturmgerüst nicht kurzfristig zu haben ist, was Höhe, Verankerung und Kran mit dem Zeitplan machen und wann die Gemeinde anrufen sollte.

· Gerüstbau Acht, Daxweiler

Blick senkrecht nach oben an einer eingerüsteten Fassade, die Ständer laufen auf den blauen Himmel zu

Ein Kirchturm ist für einen Gerüstbauer die anspruchsvollste Aufgabe im Hochbaubereich: hoch, schmal, meist denkmalgeschützt, oft mitten im Ort und selten zum Bohren freigegeben. Unsere erste Kirche haben wir 1991 eingerüstet. Seither ist eine Erfahrung geblieben: Der Fehler passiert nicht beim Bauen, sondern in der Planung — und zwar dadurch, dass zu spät gefragt wird.

Warum ein Turm anders ist als ein Haus

Die Höhe multipliziert alles. Ein Turm mit 35 Metern hat nicht viermal so viel Gerüst wie ein Haus mit 9 Metern, sondern mehr: Mit der Höhe wachsen Windlasten, Aussteifungsbedarf und die Anforderungen an den Fuß.

Die Grundfläche ist klein. Ein schlanker Turm bietet wenig Standfläche. Gleichzeitig greift der Wind über die gesamte Höhe an. Das Verhältnis von Höhe zu Breite ist der kritische Wert.

Verankerung ist selten frei. Sandstein, Bruchstein, historischer Putz — was hier gebohrt wird, wird mit der Denkmalpflege abgestimmt, Punkt für Punkt. Manchmal ist gar nichts erlaubt. Dann wird freistehend gebaut und gerechnet.

Die Aufbaufolge ist eine Kette. Ein Turm wird von unten nach oben gebaut, Lage für Lage. Man kann nicht drei Kolonnen parallel arbeiten lassen. Das begrenzt, wie schnell es überhaupt gehen kann.

Oft braucht es einen Kran. Material auf 30 Meter zu tragen, ist keine Lösung. Ein Autokran oder ein Bauaufzug muss stehen können — und dafür braucht es Platz, eine Aufstellfläche und meist eine Sperrung.

Was das für den Zeitplan bedeutet

Zwischen der Entscheidung „wir sanieren den Turm“ und dem Tag, an dem der erste Ständer steht, liegen typischerweise mehrere Monate. In dieser Zeit passiert:

  1. Ortstermin und Aufmaß. Wir schauen uns Turm, Standflächen, Zufahrt und Kranstellfläche an.
  2. Abstimmung mit der Denkmalpflege. Wo darf verankert werden, wo nicht, welche Auflagen gelten.
  3. Planung und gegebenenfalls Statik. Bei freistehenden Türmen wird gerechnet.
  4. Angebot und Beschluss. Kirchengemeinden entscheiden in Gremien, und Gremien tagen nach Kalender.
  5. Genehmigungen. Sondernutzung, Kranstellfläche, Sperrungen.
  6. Terminierung mit den anderen Gewerken. Der Turm muss eingerüstet sein, wenn der Dachdecker, der Steinmetz oder der Restaurator kommt — und wieder weg, bevor das Kirchenjahr es unmöglich macht.

Der Punkt, an dem Sie anrufen sollten

Sobald die Sanierung überhaupt Thema ist. Nicht, wenn die Fördermittel bewilligt sind — sondern wenn der Antrag geschrieben wird. Denn dann brauchen Sie eine Zahl für die Gerüstkosten, und diese Zahl ist bei einem Turm keine, die man schätzt.

Wir kommen zum Ortstermin, sehen uns den Turm an und sagen Ihnen, was baulich möglich ist und was es kostet. Das ist kostenlos und verpflichtet zu nichts. Es hat aber schon mehr als einer Gemeinde den Zeitplan gerettet.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Die Turmhöhe, wenigstens grob — oft steht sie in der Chronik oder bei der Denkmalliste.
  • Was gemacht werden soll: Fassade, Dach, Uhr, Glockenstuhl, Turmkreuz.
  • Ob es Denkmalauflagen gibt und wer der Ansprechpartner bei der Denkmalpflege ist.
  • Wie es um Zufahrt und Stellflächen rund um die Kirche steht.
  • Den Zeitraum, in dem gearbeitet werden soll — und die Termine, an denen die Kirche gebraucht wird.

Diesen letzten Punkt fragen wir immer. Ein Gerüst, das an Weihnachten vor dem Portal steht, ist ein Planungsfehler, der sich vermeiden lässt.

Sagen Sie uns, was eingerüstet werden soll.

  • Was Ihr Gerüst kostet
  • Wann wir aufbauen können
  • Wie lange es stehen bleibt
  • Was die Verlängerung kostet